Eisfischen in Hohentauern

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Vor kurzem hatte ich eine spezielle Eisangel samt kleiner 1000er Shimano Rolle, bestückt mit 0,20er monofiler Schnur geschenkt bekommen. Neugierig auf den ersten Einsatz wurde diese kurzerhand mit ein paar Kunstködern sowie Einzelhaken für Naturködermontagen eingepackt.

Von Passau aus kommend erreichten wir nach ca einer Stunde das Alpenvorland, von dem aus wir nach einer weiteren Stunde fahrt durch malerische Gebirgsketten und Pässe die Hohentauern erreichten. Es geht zum Eisangeln an ein kleines Gewässer in den österreichischen Hohentauern.

 

Die Bedingungen schienen gut, es war sonnig und mit knapp über der 0 Grad war ich guter Hoffnung dass die Fische an diesem Tag aktiv sein werden. Der Bestand im See waren laut dem Besitzer überwiegend Regenbogenforellen und Seesaiblinge, sowie vereinzelt Seeforellen. 

Das Gewässer hatte eine Tiefe zwischen einem und 3,5 Metern und war mit ca 20 Bohrlöchern versehen. Angekommen am ersten Bohrloch startete ich mit einem Flusskrebsimitat welches nach 10 Minuten gegen einen kleinen Forellenzocker ausgetauscht wurde. Nach weiteren 20 Minuten war ich nach meiner erhöhten Erwartungshaltung(Forellenpuff= Selbstläufer) zurück auf den Boden der Tatsachen geholt worden…

Die Taktik war klar, aktive Suche nach den Fischen war angesagt!

Ich fischte aktiv mit dem Zocker zuerst in Grundnähe, nach einigen Minuten einen Meter höher, bis ich oben am Bohrloch angekommen war.In der rechten Hand die Rute, mit der linken Hand steuerte ich die Bewegungen des Köders in der Hoffnung den ersten Fischkontakt zu haben. Es folgte nach jeweils 15 Minuten ein Spotwechsel bis ich  aus der flacheren Zone im tiefen Wasser angekommen war.

Nach ca 1,5 Stunden war es an der Zeit die Angeltechnik zu wechseln. Naturköder waren angesagt.Mais und ein selbstgemachter Teig der mit klassischem Forellenzuchtfutter gemischt war. Die Montage war denkbar einfach, ein Wirbel und 2 Bleischrote mit Einzelhaken sollten zum Erfolg führen.

Zuerst über Grund zupfte ich den Köder leicht mit den Fingern an und arbeitete mich denn durch die Gewässerschichten. Nachdem auf Mais keine Bisse erfolgten gab es nach einiger Zeit endlich den ersehnten Biss.Nach mehreren leichten Zupfern ließ ich den Fisch mit offenem Rollenbügel abziehen und setzte ich den Anhieb… ins leere

Schade, doch jeder Fischer kennt die Situation wenn nach Stunden der erste Fischkontakt da ist und man sofort wieder hellwach und euphorisch ist. Nachinsgesamt 3(!!!!) Fehlbissen hatte ich meine Lehren daraus gezogen.

  1. Forellen sind klüger als erwartet
  2. Eisangeln kann mega spannend sein und sollte nicht vorab unterschätzt werden

 

Ich hatte endlich Fische gefunden und auch ständigen Kontakt am Teig. Es ging nur noch um das Feintuning.

Ich fischte mit einem kleinen 8er Haken welchen ich jedoch aufgrund der Fehlbisse auf einen 4er wechselte, da ich so die Hakenspitze besser rausschauen lassen konnte. 5 Minuten später war es dann soweit, nach vorsichtigem Biss und starkem Anhieb hing der erste Fisch am Haken. Nach kurzem Kampf  lag eine schöne Regenbogenforelle neben mir.                                                                                           

Ich war unglaublich froh nicht als Schneider  wieder abreisen zu müssen!

Aufgewärmt vom Jagertee ging es weiter. Nach diesem Fisch war es jedoch wie abgehackt, es kam die weiteren ein, zwei Stunden kein Biss mehr. Das Wetter hatte gewechselt zu dichten Wolken und Wind, die Kälte ging langsam durch den Körper und es war an der Zeit den ersten Angeltag der Saison zu beenden.

Glücklich über den einen Fisch und mit der Erkenntnis dass im Winter auch ein Forellensee eine Herausforderung sein kann ging es zur Pension. Abends klang der Abend  in der Gaststube und mit einem Besuch im Hallenbad/Sauna entspannt aus.

Am nächsten Morgen stand Snowboarden in Hinterstoder auf dem Plan was sich leider durch die Gegebenheiten an der Piste zerschlug. Das war jedoch nicht weiter schlimm, da uns der Weg über Landstraßen mit atemberaubender Aussicht führte. Den Schlusspunkt der Reise setzte kurz nach Hinterstoder ein kurzer Stop an einem malerischen Gebirgsfluss, der Steyr.

Direkt an einer tiefen Rinne hielt ich noch kurz Ausschau nach einem Huchen bevor es zurück in die Heimat ging.

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