Radtour in den Niederlanden / Angeln in Amsterdam Zeeburg und Ijmiuden am Meer

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Endlich stand unsere Radtour an, da ich es kaum noch erwarten konnte in Holland

zu angeln.Unsere Route führt uns über Amsterdam, ans Meer nach Zandvoort und wieder zurück.

Als ich mich in das Thema Fischereibestimmungen eingelesen habe merkte ich schnell, dass es als Anfänger doch ein bisschen komplizierter war als gedacht. 

Um die Angellizenz zu erhalten braucht man den sogenannten VISPAS. Hierbei gibt es den kleinen und den großen Vispas(bei Mitgliedschaft in einem holländischen Verein).Mit dem kleinen VISPAS ist man ziemlich eingeschränkt und darf außerdem nur auf Friedfische angeln, daher empfiehlt sich eine Mitgliedschaft im Verein.

Diese kann auf vispas.nl online abgeschlossen werden.

Danach empfiehlt es sich, den VISplanner im Appstore zu holen, da hier die befischbaren Oberflächen angezeigt werden(dunkelblau).Hat man keinen VISplanner kann man auch optional die Liste aller befischbaren Gewässer ausdrucken, da diese(oder der VISplanner) immer mitzuführen ist und die Strafen in Holland ziemlich heftig sein sollen.

 

Als die Lizenz geregelt war ging es an die Ausrüstung.

Da wir insgesamt nur 4 Nächte unterwegs waren und d

er Trip als Campingurlaub geplant war, hatte ich für die komplette Angelausrüstung nur sehr begrenzten Platz für das Tackle…einen 40L Rucksack.Da die Raubfische Mitte Mai in Holland noch geschont sind, die Hornhechte jedoch an den Küsten in der Zeit  zu fangen sind plante ich zweigleisig.

Zu den 2 alten Teleskopruten packte ich Blinker, Spirolinos, Fluorocarbon 0.28mm und kleine Streamer ein.Für den Friedfischansitz in Amsterdam  Feederequipment und Festbleimontagen.

Nach einer staulosen Fahrt kommen wir Freitags um halb 12 Uhr Nachts am Campingplatz in Zeeburg an.Die Lage ist perfekt, da dieser direkt am Wasser liegt und nach Absprache mit dem Staff auch darauf geangelt werden kann.

Nach dem Frühstück geht es los, Zeitfenster ca 3 Stunden. Eine Rute mit Futterkorb und Mais, die andere mit Festblei und Boilie-Haarmontage.Während die Karpfenrute ohne Run im Wasser bleibt ist auf der Feederrute kontinuierlich Betrieb.Viele Weißfische nehmen den Mais, es macht richtig Spaß sich nicht ständig mit Grundeln rumschlagen zu müssen. Kleine Brassen, schöne Rotaugen und sogar ein Rapfen können gelandet werden.

Ein schöner Auftakt in Holland.

Nachmittags geht es weiter nach Zandvoort.

Was  auf den Weg durch die Stadt sehr auffällt ist, dass alles für Zweiräder ausgelegt ist.Es herrscht kaum Verkehr(für eine Großstadt) und alles ist perfekt mit dem Rad zu erreichen.Der Weg nach Zandvoort ist malerisch, sobald man sich etwas aus der Innenstadt entfernt hat ist man im Grünen.Endlose Kanäle mit dichten Schilfbewuchs ziehen sich durch die Landschaft.

Da die Niederlanden das Land der 1000 Campingplätze sind hatten wir nicht vorab gebucht sondern wollten spontan bleiben, da die Route auch nicht zu 100% fix war.In Zandvoort angekommen beginnt die Suche nach einem Campingplatz am Meer.Wie sich herausstellte waren wir jedoch nicht die einzigen die diese Idee hatten.Es ist Pfingsten und alles ist ausgebucht.

Der Bloemendaal Camping etwas außerhalb ist unser dritter Anlauf.Die Besitzer erklären uns, dass Sie voll sind und eine Gruppe junger Leute außerdem in der Vornacht hart Party gemacht hatten, wodurch Sie keine Gäste mehr aufnehmen wollen.Nach kurzem Gespräch geben sie uns zum Glück doch noch einen Platz für unser Zelt.YES!

Nachdem das Zelt steht wird erst einmal Essen gekocht und bis zum Abend gechillt, ehe es  in die Stadt geht. Das Preisniveau ist für einen Touristenort relativ hoch, also gibt es keinen Restaurantbesuch, lediglich einen FEBO Burger.FEBO ist in den Niederlanden eine I

nstitution, man kann es lieben oder hassen.Man zieht sich sein essen wie Kippen aus dem Automaten… Geld reinwerfen und Klappe auf.

Am nächsten Tag geht es nach Ijmuiden, da hier der Nordseekanal ins Meer mündet und ich mir diebesten Chancen auf Hornhecht ausrechne.Der 20 km lange Weg führt uns durch einen Nationalpark mit freilaufenden Wisenten und endlosen Sanddünen.

Am Strand angekommen beeindruckt uns die endlose Weite, kein Vergleich zu Zandvoort.Der Weg bis zum Wasser dauert nocheinmal ca 10 Minuten.Gefischt wird in einem Abschnitt in dem das  Schwimmen nicht erlaubt ist.

Die Hornhechte sind im Mai nahe an den Küsten in flachen, krautigen Abschnitten.

Als Köder eignen sich Meerforellenblinker (wichtig: den Drilling nicht direkt am Blinker montieren, sondern 1-2 cm 0,35er Mono dazwischenschalten) oder auch Spirolinos mit Streamern, die am 1-2 Meter langen Vorfach durchs Wasser gezupft werden.

Ich entscheide mich für die Variante mit den Spirolinos.Als ich knapp knietief im kalten Wasser stehe geht es los.Langsam wird der Streamer durch das Wasser gezogen, bis mir klar wird, warum an Strand nicht geschwommen werden soll.Neben mir zieht eine Qualle langsam Ihre Bahnen!

Da sich ein Spotwechsel zeitlich nichtmehr lohnt geht es zurück zum Campingplatz. Schade!

Der letzte Tag bricht an, der Rückweg nach Amsterdam steht an.In der Innenstadt können wir in einem Altwasser einige Karpfen beim Sonnenbad beobachten.Nachdem das Leihrad zurückgebracht wurde lassen wir den Abend im Touristenviertel mit einem Feierabendbier sowie Coffeeshopbesuch ausk

lingen.

Wir blicken auf einen gelungenen Kurztrip zurück, das Land ist wie gemacht für Rad- und Angelausflüge.Man kommt bequem durch die ausgebauten Radwege durch das Land und durch die Catch & Releasekultur in den Niederlanden konnte sich ein herrvorragender Fischbestand entwickeln.

Thumbs up!

 

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