Mein größter Fang (bis jetzt): der Riesen Mekong Wels in Thailand

Spread the love

Am 16. Januar 2016, einen Tag nach meinem Geburtstag war es endlich soweit.


3 Wochen Backpacking in Thailand zusammen mit meiner Freundin.

Ihr Traum war es Elefanten zu sehen, mein Traum wie immer.. einen Riesen Fisch an Land ziehen 🙂

In Bangkok gelandet ging es nach ein paar Tagen  nach Surin Richtung kambodschanische Grenze zum Surinproject.

Hier wird versucht mit Ökotourismus die lokalen Gemeinschaften zu stärken und den Mahuts neue Perspektiven zu geben.

3 Tage lang waren wir mit den Elefanten unterwegs ehe es nach Krabi ging.

Jetzt stand angeln auf dem Plan, genauer gesagt 2 Tage in Gillhams Fishing Resort.

Stuart Gillham ist ein bekannter englischer Hechtangler der sich Nahe Au Nang ein kleines Anglerparadies geschaffen hat.

Ein  12 Hektar großer See besetzt mit sehr kampfstarken Fischen aus der ganzen Welt.. Arapaimas, Mekongwelse, Barramundis, Siamesische Karpfen und viele mehr.

Geangelt wird von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends.

Nach kurzem einchecken ging es auch gleich mit gestelltem, hochwertigen Tackle ans Wasser.

Gefischt werden Haarmontagen mit handgroßen Pellets, 24er Boilis und Schonhaken.

2 Stunden später habe ich den ersten Run auf das Pellet… es enwickelt sich ein harter Kampf  über 40 Minuten und einigen Fluchten kurz vor dem Ufer, bis ein Mekongwels mit über 100 Kilo gelandet werden kann.

Vom schonenden Umgang mit den Fischen war ich begeistert.

Jeder Fisch wird nur kurz aus dem Wasser gehoben und die gehakten Stellen mit Desinfektionsmittel behandelt.

Der weitere Tag war ruhig, ein Fisch wurde verloren und ein 10 Kilo “kleiner” asiatischer Rotflossenwels konnte noch gelandet werden.Als ich abends auf Köderfisch umgestellt hatte wollte leider kein Räuber mehr ans Band.

Am nächsten Tag entschied ich mich entgegen des Rates des Guides an eine Stelle am Ende des Sees zu gehen wo sich die großen Arapaimas öfters aufhielten.

Auch wenn die Chancen zu der Zeit seiner Meinung nach sehr klein waren wollte ich es doch versuchen, da der Gedanke einen 300 Kilo Arapaima zu fangen in meinem Kopf festgesetzt hatte.

Eine Rute mit Fischboilis, die andere mit Fischfetzen bestückt ging es los.

Den ganzen Tag probierte ich verschiedene Sachen über rohes Fleisch und Wurst aus, jedoch gab es keinerlei Fischkontakt.

15 Minuten vor Schluss gibt dann der Bissanzeiger vereinzelt Töne von sich. Ich überprüfe die Schnur mit der Hand und spüreganz leichte Vibrationen, allerdings eher als wenn große Fische in der nähe des Köders schwimmen würden.

Während ich mir Gedanken mache was unter Wasser passiert reißt es mir die Schnur von den Händen und der Freilauf der Shimano rattert ohne Pause… der Anschlag sitzt und ich versuche den Fisch weg von den Bäumen zu lenken.

Einige Zeit später liegt ein schöner Amazonas Rotflossenwels im Kescher… Überglücklich vom Last Minute Catch springe ich ins Wasser und release den Fisch nach ein paar Fotos.

Am nächsten Tag drehe ich vor dem Checkout noch eine Runde um den See und sehe 2 sehr große Arapaimas direkt an der Stelle an der ich am Vortag am Wasser war.

Es war ein Traum diese schönen Tiere hautnah zu sehen.

Kurz überlege ich noch einen tag zu verlängern, doch man muss auch noch einen Grund haben wiederzukommen!

Natürlich kann jeder über Paylakes denken was er will, jedoch ist es bei Gillhams nicht so, dass die Fische in den Kescher springen, einige Angler sind auch ohne Fisch wieder abgereist, sogar nach einer Woche.


Danach geht es zurück nach Au Nang und weiter mit dem Longtailboat nach Tonsai,

einer Halbinsel versteckt vom Massentourismus und voll mit Kletterern und alternativen Menschen.

Ein paar Tage chillen am Strand und das Land genießen.

Natürlich hatte ich schon einen Plan aus der Ruhe auszureißen.. in einem Anglerblog hatte ich von einem gewissen “Mr Amata” gelesen, ein chilliger Thai der in der Gegend angelt und auch gerne mal ne Tour mit Touris macht.

Die Schlepper von den Longtailbooten hatten die Nummer von Ihm und am nächsten Tag war eine Angeltour im Meer beschlossen.

Morgens holte er uns ab und testete die nächsten 1,2 Stunden meine Geduld.

Geangelt wurde nämlich nicht, da wir noch keine Köder hatten.. statt am Vorabend Squids zu holen versuchte er am Wasser Tintenfische von Reusenfischern zu kaufen, jedoch hatten die nicht viel Fangerfolg an dem Tag 🙂

Also erstmal ein Chang trinken und hoffen, dass es bald losgeht.

Zum Glück bekamen wir unseren Köder dann noch und starteten um mit dem Schleppfischen.

Die Montage war denkbar einfach, ein großer Einzelhaken an die Schnur gebunden und den Tintenfisch röhrenförmig um den Haken gewickelt.

Dieser wurde an der Wasseroberfläche an den Riffen der Inselkette geschleppt.

Nach einer halben Stunde kam der erste Einschlag in die Rute und ein ordentlicher Tom Tom war im Boot.

Danach war erstmal nichts mehr los in der Mittagshitze, also erstmal Schnorchelpause.

Mr Amata erzählte uns beim grillen des Fisches noch über den Tsunami, der Krabi hart getroffen hatte.

Er war zu der Zeit mit dem Boot auf dem Meer  und merkte als einer der ersten, dass etwas vor sich ging, da das Wasser aufkurze Zeit mehrere Meter abgesunken war.

1,2 Bierchen später ging es wieder los und jetzt wollte Diana noch nen Fisch ans Band bekommen. Sie hatte auch noch das Angelfieber gepackt und nach einer weiteren Stunde lag der zweite Tom Tom im Boot.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.